01 | 05 | 2017
Der Sängerkreis Hamm
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Offenes Singen des MGV "Eintracht" Rhynern 1874 e.V.

20. Mai 2017 - 15.00 Uhr
Schulhof des Berufskolleg Hamm (ehem. Lohschule), 59069 Hamm

Konzert des Frauenchor Hamm 1985 e.V.

24. Sept. 2017 - 17 Uhr
Kornad-Adenauer-Realschule, 59069 Hamm

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Ähnliche Wirkung wie Yoga

 

Singen im Chor wirkt ähnlich wie Yoga, finden Forscher heraus. Manche Lieder haben einen Effekt wie Atemübungen. Und sogar die Herzen der Sänger schlagen dabei im gleichen Takt.

Ein Herz und eine Seele: Chormitglieder passen während des gemeinsamen Singens auch ihre Hezfrequenzen aneinander an. Das belegt eine Studie der schwedischen Universität Gothenburg im Fachjournal "Frontiers in Neuroscience" (http:/www.fronliersin.orq/neuroscience). Das kontrollierte Ein- und Ausatmen sei außerdem gesund und könne ähnlich wirken wie Yoga, berichten die Forscher.

Andere Studien hätten berelts gezeigt, dass Chorsingen die Bewegungen der Muskeln und Nervenaktivitäten in großen Teilen des Körpers synchronisiere, berichtet Björn Vickhoff von der Sahlgrenska Academy der Universiiät Gothenburg. Nun sei der Beleg erbracht worden, dass dies auch für das Herz gelte.

Für ihre Experimente ließen die Wissenschaftler 15 Jugendliche im Chor üben - vom monotonen Summen über ein schwedisches Lied bis hin zu einem langsamen Mantra. Dabei dokumentierten sie jeweils die Herzschläge. Die Forscher steliten fest, dass sich Liedaufbau und Melodie in der Herz-Aktivität widerspiegeln. Beim Ausatmen fiel der Puls, beim Einatmen dazwischen stieg er an. Beim gemeinsamen Singen entstand so der Effekt, dass der Puls der Sänger synchron schlug.

Form des kontrollierten Atmens

Singen sei eine Form des kontrollierten Atmens, sagt Vickhoff. "Ausatmen aktiviert den Vagusnerv im Gehirn. Das führt dazu, dass die Herzfrequenz sinkt und das Herz ruhiger schlägt." Beim Einatmen steige der Puls wieder an. Singen sei gesund, da man dabei ruhig und gleichmäßig atme, betont er. Lieder mit langen Sätzen hätten eine ähnliche Wirkung wie Atemübungen im Yoga. Sogar die mentale Verfassung ließe sich durch das Singen beeinflussen.

Hintergrund der Studie war die Frage, wie Musik und Gesundheit zusammenhängen. Die Wssenschaftler wollten neue Möglichkeiten aufdecken, wo Musik zum Beispiel in der Rehabilitation eingesetzt werden kann - oder auch für die Prävention von Krankheiten. Der posilive gesundheitliche Effekt des Chorsingens sei schon früher vermutet worden, berichten die Forscher. Bisher habe es jedoch wenige wissenschaftliche Untersuchungen dazu gegeben.

Die Forscherwollen nun untersuchen, ob die Synchronisierung der Hezschläge auch dazu beiträgt, dass die Chormitglieder ihre Fähigkeit zur Zusammenarbeit stärken. Gemeinsames Singen sei oft Ausdruck eines kollektiven Wllens, zum Beispiel im Fußballstadien, bei Arbeitsliedern, religiösen Chören oder Militärparaden, sagt Vickhoff. Die V\lssenschaftler wollen nun erforschen, ob Chorsingen auch in Schulen die Zusammenarbeii verbessern kann.

 

Quelle: n-tv.de
Foto: Markus Wolfslau